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	<title>Mietrecht Archive &#8211; Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</title>
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	<title>Mietrecht Archive &#8211; Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</title>
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		<title>Hohes Lebensalter bei Wohnungskündigung &#8211; Härtefall?</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2022/04/hohes-lebensalter-bei-wohnungskuendigung-nicht-zwingend-eine-besondere-haerte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2022 16:01:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Hohes Alter der Mieter]]></category>
		<category><![CDATA[Langjährige Mietdauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hohes Lebensalter bei Wohnungskündigung nicht zwingend eine besondere Härte Das Problem: Wird seitens des Vermieters von Wohnraum eine ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses ausgesprochen, kann der Mieter gemäß § 574 &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2022/04/hohes-lebensalter-bei-wohnungskuendigung-nicht-zwingend-eine-besondere-haerte/">Hohes Lebensalter bei Wohnungskündigung &#8211; Härtefall?</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Hohes Lebensalter bei Wohnungskündigung nicht zwingend eine besondere Härte</span></h3>
<h3><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Das Problem:</span></h3>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Wird seitens des <strong>Vermieters von Wohnraum</strong> eine<strong> ordentliche Kündigung</strong> des Mietverhältnisses ausgesprochen, kann der Mieter gemäß <strong>§ 574 Abs. 1 BGB</strong> der Kündigung <strong>widersprechen</strong> und kann vom Vermieter die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen. Voraussetzung hierfür ist, dass die <strong>Beendigung des Mietverhältnisses</strong> für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Hausstandes eine <strong>besondere Härte</strong> bedeuten würde. Schließlich muss diese besondere Härte auch unter Würdigung der <strong>berechtigten Interessen des Vermieters</strong> – es erfolgt also eine <strong>Interessenabwägung</strong> – nicht zu rechtfertigen sein.</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Häufig wird in diesem Zusammenhang zwischen den Mietvertragsparteien darüber gestritten, ob ein<strong> hohes Alter</strong> des Mieters und eine <strong>lange Bestandsdauer des Mietverhältnisses</strong> in diesem Sinne eine <strong>besondere Härte</strong> für den Mieter begründen.</span></p>
<h3><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Das Urteil:</span></h3>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Mit <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;nr=116108&amp;pos=0&amp;anz=1" target="_blank" rel="noopener">Urteil vom 03.02.2021 ( <strong>VIII ZR 68/19</strong> )</a> hat der <strong>Bundesgerichtshof ( BGH )</strong> klargestellt, dass eine pauschale Beurteilung dieser Fragen nicht zulässig ist, sondern, dass das zur Entscheidung berufene Gericht konkrete Sachverhaltsfeststellungen treffen muss. </span></p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 100%;">
<h3>Der vom BGH entschiedene Fall:</h3>
<p>Ein Ehepaar ( <strong>Geburtsjahrgänge 1932 und 1934</strong> ) mietete im<strong> Jahr 1997</strong> eine Wohnung in Berlin. Im August <strong>2015 kündigte</strong> die Vermieterin diesen Mietern wegen <strong>Eigenbedarfs</strong>. Sie begründete die Kündigung damit, dass sie – grundsätzlich mit 1. Wohnsitz anderweitig beheimatet &#8211; während ihrer <strong>zukünftigen Berlinaufenthalte</strong> nicht mehr, wie bisher praktiziert, mit ihrem erwachsenen Sohn zusammen in dessen Mietwohnung, sondern stattdessen <strong>alleine in der ihr gehörenden Wohnung wohnen wolle</strong>. Ihre Räumungsklage hatte vor dem <strong>Amtsgericht Berlin-Mitte</strong> und in der Berufungsinstanz vor dem<strong> Landgericht Berlin</strong> keinen Erfolg.</p>
<p>Das Berufungsgericht argumentierte, dass <strong>allein das hohe Alter</strong> (über 80 Jahre) der Mieter dafür spreche, dass eine nicht zu rechtfertigende Härte vorliege. Gegenüber dieser besonderen Härte müsse das Gewicht des von der Vermieterin geltend gemachten <strong>Eigenbedarfs</strong> im Vergleich als gering angesehen werden, da dieser <strong>nicht auf eine ganzjährige</strong>, sondern<strong> nur zeitweise Nutzung</strong> der Wohnung abziele. Die Vermieterin legte <strong>Revision</strong> gegen das Urteil des Landgerichts Berlin ein. Der<strong> Bundesgerichtshof</strong> hob darauf das Urteil des Landgerichts Berlin auf und verwies den Fall zur erneuten Verhandlung dorthin zurück.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Die Entscheidungsgründe:</span></h3>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Der <strong>BGH</strong> argumentierte, dass das <strong>hohe Alter</strong> eines Mieters <strong>ohne weitere Feststellungen</strong> zu den sich hieraus ergebenden Folgen für den betroffenen Mieter im Falle eines erzwungenen </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Wohnungswechsels grundsätzlich noch <strong>keine Härte</strong> im Sinne des<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__574.html" target="_blank" rel="noopener"> <strong>§ 574 Abs. 1 Satz 1 BGB</strong></a> ergebe. </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Vielmehr stelle die Annahme, das hohe Lebensalter des Mieters gebiete auch unter Würdigung der </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">berechtigten Interessen des Vermieters in der Regel die Fortsetzung des Mietverhältnisses, </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">eine <strong>unzulässige Kategorisierung</strong> der nach § 574 Abs. 1 Satz 1 BGB abzuwägenden </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Interessen dar. </span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Das Landgericht habe nämlich außer Acht gelassen, „dass sich das hohe Alter eines Menschen je nach <strong>Persönlichkeit</strong> und <strong>körperlicher sowie psychischer Verfassung</strong> unterschiedlich auswirke. Zwar könne ein <strong>hohes Lebensalter</strong> in Verbindung mit <strong>weiteren Umständen</strong> eine Härte begründen, wenn zu dem hohen Alter und einer Verwurzelung aufgrund langer Mietdauer <strong>Erkrankungen</strong> hinzukämen, „aufgrund derer im Falle seines Herauslösens aus der Wohnungsumgebung eine <strong>Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands</strong> des Mieters zu erwarten sei“ . Das Landgericht habe die insoweit erforderlichen Feststellungen jedoch nicht getroffen. </span></p>
<p><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="844" data-permalink="https://rechtsanwalt-kerner.de/2022/04/hohes-lebensalter-bei-wohnungskuendigung-nicht-zwingend-eine-besondere-haerte/alte-dame-am-fenster/" data-orig-file="https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?fit=350%2C227&amp;ssl=1" data-orig-size="350,227" data-comments-opened="0" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="alte dame am fenster" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?fit=300%2C195&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?fit=350%2C227&amp;ssl=1" class="size-medium wp-image-844 alignleft" src="https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?resize=300%2C195&#038;ssl=1" alt="Kündigung im Alter" width="300" height="195" srcset="https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?resize=300%2C195&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/rechtsanwalt-kerner.de/wp-content/uploads/2022/04/alte-dame-am-fenster.png?w=350&amp;ssl=1 350w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Eine <strong>langjährige Mietdauer</strong> lasse für sich genommen auch noch <strong>nicht auf eine tiefe Verwurzelung </strong></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">des Mieters am Ort der Mietsache schließen. Vielmehr hänge deren Entstehung maßgeblich </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">von der<strong> individuellen Lebensführung</strong> des jeweiligen Mieters (Pflege sozialer Kontakte in der </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Nachbarschaft, Einkäufe, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen etc.) ab.</span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Schließlich habe das Landgericht auch bei der <strong>vorzunehmenden Abwägung</strong> der Interessen von Vermieterin und Mietern einen unzutreffenden Maßstab angelegt. Die Abwägung dieser gegenläufigen Interessen habe sich „stets an den <strong>konkreten Umständen</strong> des zu beurteilenden Einzelfalls auszurichten“ . Dabei sei es angesichts der „<strong>Vielgestaltigkeit der Lebensverhältnisse</strong>“ nicht zulässig, bestimmten Belangen des Vermieters oder des Mieters von vornherein ein größeres Gewicht beizumessen als den Belangen der Gegenseite.</span></p>
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		<title>Leistungsverweigerung und mietrechtlicher Kündigungsschutz</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2020/04/leistungsverweigerung-und-miet-pachtrechtlicher-kuendigungsschutz-in-der-corona-crise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 10:14:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Corona Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigungsschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsverweigerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leistungsverweigerung und mietrechtlicher Kündigungsschutz Kündigungsschutz in der Corona-Krise Mit dem 1. April 2020 ist das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht in Kraft &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h6>Leistungsverweigerung und mietrechtlicher Kündigungsschutz</h6>
<h2>Kündigungsschutz in der Corona-Krise</h2>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Mit dem 1. April 2020 ist das Gesetz zur <strong>Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie</strong> im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht in Kraft getreten. Seitdem geistern Schlagworte wie Leistungsverweigerungsrecht oder Kündigungsverbot im Mietrecht durch die öffentliche Diskussion. Zur Vermeidung rechtlicher Nachteile sollte jedoch ein genauer Blick auf die neuen gesetzlichen Regelungen geworfen werden. Durch das vorstehend genannte Gesetz sind mit Art. 240 § 1 EGBGB sowie Art. 240 § 2 EGBGB zwei neue Vorschriften geschaffen worden.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_240__1.html" target="_blank" rel="noopener"><b>Art. 240 § 1 Abs. 1 EGBGB</b></a>: Leistungsverweigerungsrecht des <b>Verbrauchers</b>:</u></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">*<b> </b><b>Leistungsverweigerungsberechtigt</b> ist ein <b>Verbraucher</b> im Hinblick auf einen <b>Verbrauchervertrag</b>. Gemäß § 13 BGB ist Verbraucher jede natürlich Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Dies steht im Gegensatz zum Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Dies ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Dementsprechend ist ein Verbrauchervertrag ein Vertrag zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer ( <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__310.html" target="_blank" rel="noopener">§ 310 Abs. 3 BGB</a> ).</span></span></p>
<h3>Leistungsverweigerungsrecht</h3>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* <b>Nicht jeder Verbrauchervertrag</b> kommt aber für das <strong>Leistungsverweigerungsrecht</strong> in Betracht. Folgende <b>Einschränkungen</b> gelten:</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">a) Es handelt sich um ein<b> Dauerschuldverhältnis</b>. Nicht erfasst werden damit Verträge, die auf einen einmaligen und sofortigen Leistungsaustausch gerichtet sind, wie z.B. ein normaler Kaufvertrag. Der Gesetzgeber will Verbraucher nicht vor einmaligen Kosten schützen, wo jeder selber beurteilen kann, ob er sich die einmalige Ausgabe leisten kann, sondern er will eine Entlastung im Bereich der laufenden Kosten ( Fixkosten ) schaffen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">b) Der <b>Vertragsschluss</b> muss <b>vor</b> dem <b>08. März 2020</b> erfolgt sein. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass die signifikante Ausbreitung des COVID-19-Virus mit seinen schlimmen wirtschaftlichen Folgen bis zum 07. März 2020 nicht allgemein erkennbar war. Danach unterstellt der Gesetzgeber das Gegenteil und hält daher Verbraucher, die ab dem 08. März 2020 noch Dauerschuldverhältnisse begründet haben, für nicht mehr schutzwürdig. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">c) Es muss sich schließlich um ein <b>wesentliches Dauerschuldverhältnis</b> handeln. Wesentliche Dauerschuldverhältnisse sind aus Sicht des Gesetzgebers dabei solche, die zur Eindeckung mit <b>Leistungen der angemessenen Daseinsvorsorge</b> erforderlich sind. Hierzu dürften Pflichtversicherungen, Lieferverträge für Strom, Gas und Wasser und Verträge über Telekommunikationsdienstleistungen wie z.B. Festnetztelefonie, Internet- und Handyverträge gehören. Der Freizeitgestaltung dienende Verträge, wie z.B. Streaming-Dienste oder Fitnessstudioverträge sind dagegen nicht als wesentliche Dauerschuldverhältniss anzusehen ( vgl. auch Bangen und Markworth in Anwaltsblatt 2020 vom 01.04.2020 ).</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">d) Bei dem Dauerschuldverhältnis darf es sich um <b>keinen</b> <b>Miet</b>vertrag, <b>keinen</b> <b>Pacht</b>vertrag bzw. <b>Arbeits</b>vertrag handeln. Diese Vertragstypen sind über Art. 240 § 1 Abs. 4 EGBGB von dem Leistungsverweigerungsrecht ausgeschlossen.</span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* Dem Verbraucher muss aufgrund der Umstände der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie eine Erbringung der Leistung ohne <b>Gefährdung seines angemessenen</b> <b>Lebensunterhalts</b> oder des <b>angemessenen Lebensunterhalts seiner</b> <b>unterhaltsberechtigten Angehörigen</b> nicht möglich sein. Für das Vorliegen dieser Voraussetzung ist der Verbraucher beweispflichtig. Im Streitfalle wird der Verbraucher also seine tatsächlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse genau darlegen müssen. </span></span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* Das Leistungsverweigerungsrecht muss vom Schuldner dem Gläubiger gegenüber <b>einredeweise entgegen gehalten</b> werden.</span></span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* Dauer des <b>Leistungsverweigerungsrechts</b>: Gemäß Art. 240 § 1 Abs. 1 EGBGB kann sich der Verbraucher unter den vorstehend dargestellten Voraussetzungen bis zum <b>30.</b> <b>Juni 2020</b> auf das Leistungsverweigerungsrecht berufen. Dies führt zu dem gefährlichen Ergebnis, dass der Verbraucher <b>ab dem 01. Juli 2020</b> plötzlich neben den laufenden Verpflichtungen auf <b>einen Schlag die Rückstände von April bis Juni 2020</b> ebenfalls zahlen muss, was dann schnell zu einer finanziellen Überforderung führen kann. Um diese Situation zu vermeiden, sollte der Verbraucher sich daher nicht auf eine bloße Geltendmachung des Zurückbehaltungsrechts beschränken, sondern sollte versuchen mit dem Gläubiger eine vernünftige Ratenzahlungsvereinbarung für den ab dem 01.07.2020 fälligen Zahlungsrückstand zu erzielen.</span></span></em></p>
<h2><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 18pt;">Art. 240 § 1 Abs. 2 EGBGB: Leistungsverweigerungsrecht des <b>Kleinstunternehmers</b>:</span></h2>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Ein entsprechendes Leistungsverweigerungsrecht steht auch Kleinstunternehmern zu. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* <b>Kleinstunternehmer:</b> Bezüglich der Definition des Kleinstunternehmens verweist der Gesetzgeber auf die <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A32003H0361" target="_blank" rel="noopener"><b>Empfehlung 2003/361/EG der Kommission</b></a> vom 06. Mai 2003. Danach sind Kleinstunternehmer:</span></span></p>
<h5><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">a) Unternehmen mit <b>bis zu 9 Beschäftigten </b></span></span></h5>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><b>und </b></span></span></p>
<h5><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">b) einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme <b>von bis zu 2 Millionen Euro</b>.</span></span></h5>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* Auch hier muss Vorliegen ein <b>Dauerschuldverhältnis</b>, welches <b>vor dem 08. März 2020</b> geschlossen wurde und welches als <b>wesentliches</b> Dauerschuldverhältnis anzusehen ist. Es muss also zur <b>Eindeckung mit Leistungen</b> zur <b>angemessenen Fortsetzung</b> des <b>Erwerbsbetriebes</b> erforderlich sein. Es wird sich hier vermutlich häufig um ähnliche Verträge wie bei Verbrauchern handeln.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">* Voraussetzung für die Ausübung des auch hier bis zum <b>30. Juni 2020 befristeten</b> Leistungsverweigerungsrechts ist, dass das Unternehmen aufgrund der Umstände der Pandemie die <b>Leistung nicht erbringen kann</b> oder die Erbringung der Leistung <b>ohne Gefährdung der wirtschaftlichen Grundlagen</b> des Erwerbsbetriebes <b>nicht möglich </b>wären.</span></span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Auch das Kleinstunternehmen ist für seine Problemsituation beweispflichtig und muss daher im Streitfalle tiefe Einblicke in seine Interna gewähren. Darüber hinaus sollte auch das Kleinstunternehmen daran denken, für die Zeit ab dem 01.07.2020 Ratenzahlungsvereinbarungen mit dem Gläubiger zutreffen, um das Liquiditätsproblem nicht einfach nur ungelöst für 3 Monate vor sich her zu schieben.</span></span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der Gläubiger kann sowohl dem Verbraucher als auch dem Kleinstunternehmer gemäß Art. 240 § 1 Abs. 3 EGBGB entgegen halten, dass die Ausübung des Zurückbehaltungsrechtes unzumutbar ist. </span></span></p>
<h2><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 18pt;"><b>Art. 240 § 2 EGBGB</b>: Beschränkung der Kündigung von Miet- und Pachtverhältnissen:</span></h2>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Gemäß dieser Vorschrift kann ein Vermieter ein Mietverhältnis über Grundstücke oder Räume nicht allein aus dem Grund kündigen, dass der Mieter im Zeitraum <b>vom 01. April</b> <b>2020 bis 30. Juni 2020</b> trotz Fälligkeit die Miete <b>nicht leistet</b>, sofern die Nichtleistung auf den<b> Auswirkungen</b> der COVID-19-Pandemie beruht. Der Mieter hat diese Ursache glaubhaft zu machen. Das Kündigungsverbot <b>gilt bis zum 30. Juni 2022</b>, so dass der Mieter, anders als beim vorstehend dargestellten Zurückbehaltungsrecht, grundsätzlich <b>2 Jahre Zeit</b> hat, um den <b>Mietrückstand zu zahlen</b>.</span></span></p>
<h4>Kündigungsverbot</h4>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Das Kündigungsverbot gilt für <b>Grundstücke und Räume</b> und zwar unabhängig davon, ob diese zu <b>Wohnzwecken</b> oder <b>gewerblichen Zwecken</b> angemietet worden sind. Es handelt sich nicht um ein Zurückbehaltungsrecht, so dass die <b>Miete weiter fällig</b> bleibt und damit <b>Sekundäransprüche wie z.B. der Anfall von Verzugszinsen</b> in Betracht kommt. Im Übrigen bleibt die Kündigung aus anderen Gründen, wie z.B. eine Eigenbedarfskündigung für den Vermieter auch weiterhin möglich. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Soweit die Mieter mit dem <b>01.Juli 2020 die Mietzahlungen wieder aufnehmen</b>, sollten sie unbedingt auf eine <b>ausreichende Zweckbestimmung </b>achten. Geschieht dies nicht, weil zum Beispiel im <b>Verwendungszweck nur die allgemeine Angabe</b> „Miete Ladenlokal im Erdgeschoss des Hauses XY“ steht, greift <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__366.html" target="_blank" rel="noopener"><b>§ 366 Abs. 2 BGB</b></a>. Danach würde sich die Julizahlung auf die Aprilmiete als älteste Verbindlichkeit beziehen usw.. Der Mieter würde also binnen 3 Monaten trotz des ihm vom Gesetzgeber bis zum 30. Juni 2022 belassenen Rückzahlungsfensters den Rückstand April bis Juni 2020 abtragen und bliebe gleichzeitig die Mieten Juli-September 2020 schuldig, für die aber kein Kündigungsschutz besteht. Prompt könnte der Vermieter eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses wegen Zahlungsverzuges aussprechen. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Bei <b>gewerblichen Mietern</b> stellt sich schließlich eine Frage, die äußerst brisant ist und zu der es, da die Corona-Pandemie auch juristisch im weiten Umfang Neuland ist, <b>noch keine</b> <b>Rechtsprechung</b> gibt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Durch <b>behördliche Verfügung</b> ist vielen Gewerbetreibenden, wie z.B. im Bereich der Gastronomie oder in weiten Teilen des Einzelhandels die <b>Nutzung ihres Ladenlokals untersagt</b> worden. Anknüpfungspunkt dieser behördlichen Verfügungen ist nicht etwa ein persönliches Fehlverhalten des Gewerbetreibenden, wie z.B. die Stilllegung eines Restaurants wegen Verstoßes gegen Hygienevorschriften aus dem Lebensmittelrecht, sondern der staatliche Versuch, die Ausbreitung einer Infektionskrankheit einzudämmen. Es stellt sich damit durchaus die Frage, ob damit ein <b>Mietmangel</b> im Sinne von <b>§ 536 Abs.</b> <b>1 BGB</b> vorliegt, der zu einer <b>Mietminderung auf „0“</b> führt. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Bei dieser Sichtweise bräuchte der gewerbliche Mieter keinen Kündigungsschutz, da mangels Mietzahlungsverpflichtung überhaupt kein Mietrückstand auflaufen würde. <b>Einwirkungen</b> <b>Dritter auf das Mietobjekt</b> können durchaus einem Mietmangel darstellen. Dies ist z.B. für Baulärm und ähnliche Beeinträchtigungen anerkannt worden. Es bleibt abzuwarten, ob die Rechtsprechung die aktuellen behördlichen Verbote zukünftig tatsächlich als Mietmangel in Form einer Einwirkung durch Dritte anerkennt. Eine <b>entsprechende Vorgehensweise</b> des gewerblichen Mieters wäre daher <b>zumindest hoch riskant</b>. </span></span></p>
<h3><span style="font-family: Arial, sans-serif; font-size: 14pt;"><u>Fazit:</u> </span></h3>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Der Gesetzgeber hat mit den neuen Regelungen des <strong>Art. 240 §§ 1 und 2 EGBGB</strong> versucht, akute durch die Corona-Pandemie verursachte Liquiditätsprobleme im Zeitraum April-Juni 2020 für Verbraucher und Kleinstunternehmer sowie im Bereich des Miet- und Pachtrechts zu entschärfen. Allerdings sollte im jeden Einzelfall geprüft werden, ob die Voraussetzungen des jeweils beanspruchten Rechts tatsächlich vorliegen, ob man dies beweisen kann und will und darüber hinaus sollte man die jeweiligen Rechte nicht nur einfach ausüben, sondern versuchen, mit den jeweiligen Gläubigern für die Zukunft eine für beide Seiten tragbare und konkrete Ratenzahlungsvereinbarung zu treffen, um die Liquiditätsprobleme nicht nur vor sich her zu schieben. Vielfach dürfte dabei die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt Sinn machen. Auch meine Kanzlei steht Ihnen hierbei gerne zur Seite. </span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2020/04/leistungsverweigerung-und-miet-pachtrechtlicher-kuendigungsschutz-in-der-corona-crise/">Leistungsverweigerung und mietrechtlicher Kündigungsschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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		<title>Betriebskostenabrechnung im Wohnungseigentum</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2017/05/mietrechtliche-betriebskostenabrechnung-im-wohnungseigentaum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 May 2017 15:47:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebskostenabrechnung Vermieter]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungseigentum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mietrechtliche Betriebskostenabrechnung im Wohnungseigentum Meistens vereinbaren die Mietvertragsparteien im Wohnraummietrecht, dass der Mieter neben der Grundmiete die Betriebskosten zu tragen hat. Sind hierbei monatliche Vorauszahlungen durch den Mieter vereinbart, &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Mietrechtliche Betriebskostenabrechnung im Wohnungseigentum</h2>
<p>Meistens vereinbaren die Mietvertragsparteien im <strong>Wohnraummietrecht</strong>, dass der Mieter neben der Grundmiete die <strong>Betriebskosten</strong> zu tragen hat. Sind hierbei monatliche Vorauszahlungen durch den Mieter vereinbart, hat der Vermieter gemäß <strong>§ 556 Abs. 3 Satz 1 BGB</strong> über die <strong>Vorauszahlungen</strong> jährlich <strong>abzurechnen</strong>.</p>
<p>Gemäß der Sätze 2 und 3 dieser Regelung hat der Vermieter die <strong>Abrechnung</strong> dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des <strong>zwölften</strong> <strong>Monats</strong> nach Ende des <strong>Abrechnungszeitraumes</strong> mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer <strong>Nachforderung</strong> durch den Vermieter <strong>ausgeschlossen</strong>, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten.</p>
<h3>Der Abrechnungszeitraum</h3>
<p><strong>Das Problem:</strong> Bezieht sich der <strong>Abrechnungszeitraum</strong> z.B. auf das <strong>Kalenderjahr</strong> und handelt es sich bei der vermieteten Wohnung um eine <strong>Eigentumswohnung</strong>, haben die <strong>Vermieter</strong> grundsätzlich nicht selber die für eine Abrechnung <strong>erforderlichen Unterlagen</strong> vorliegen, weil eine <strong>Hausverwaltung</strong> für die <strong>Wohnungseigentümergemeinschaft</strong> die <strong>Jahresabrechnung</strong> erstellt. Die <strong>Jahresabrechnung</strong> ist dann wiederum Gegenstand einer <strong>Eigentümerversammlung</strong>, wo sie dann beschlossen wird. Lässt sich die <strong>Hausverwaltung</strong> mit der Erstellung der<strong> Jahresabrechnung</strong> und der Einberufung der <strong>Eigentümerversammlung</strong> Zeit, kann es für den Vermieter mit seiner gegenüber dem Mieter abzugebenden <strong>Betriebskostenabrechnung</strong> eng werden. Beispiel: Die <strong>Betriebskostenabrechnung</strong> für 2016 ist dem Mieter bis spätestens zum 31.12.2017 mitzuteilen. Unterlässt eine <strong>Wohnungseigentumsverwaltung</strong> die Abrechnung 2016 und hat z.B. bis zum 01. Dezember 2017 immer noch keine Eigentümerversammlung einberufen, wird es für den Vermieter zeitlich sehr eng.</p>
<h3><strong>Der Fall:</strong></h3>
<p>Genau mit dieser Situation hat sich der <strong>BGH</strong> in seinem<strong> Urteil</strong> vom <strong>25.01.2017</strong> ( <strong>VIII ZR 249/15</strong> = NJW Spezial 2017, Seite 290 ) beschäftigt. In der betroffenen <strong>Wohnungseigentumsanlage</strong> wurden erst im Jahr 2013 die <strong>Jahresabrechnungen</strong> für die Jahre 2010 und 2011 beschlossen. Der <strong>Vermieter</strong> rechnete auf besagter Beschlusslage die Betriebskosten ab und verlangte von seinen <strong>Mietern</strong> Nachzahlungen. Er berief sich hierbei auf einen <strong>handschriftlichen Zusatz</strong> im <strong>Mietvertrag</strong>, wonach eine Abrechnung der <strong>Betriebskosten</strong> erst einen genehmigenden Beschluss der <strong>Wohnungseigentümergemeinschaft</strong> voraussetze.</p>
<p>In sämtlichen Instanzen scheiterte der Vermieter mit seinem Zahlungsbegehren.</p>
<p>Der <strong>BGH</strong> stellte fest, dass die Regelungen über die <strong>Betriebskostenabrechnungsfrist</strong> auch für vermietetes <strong>Wohnungseigentum</strong> gelten. Das Mietrecht kenne insoweit keine Regelung, dass die Abrechnungspflicht des Vermieters eine Beschlussfassung der <strong>Wohnungseigentümergemeinschaft</strong> voraus setze. Wolle man dies anders sehen, würden die <strong>Mieter</strong> einer <strong>Eigentumswohnung</strong> ohne sachlichen Grund gegenüber <strong>Mietern</strong> normaler <strong>„Mietshäuser“</strong> benachteiligt. Der handschriftliche Zusatz sei daher wegen Verstoßes gegen <strong>§ 556 Abs. 4 BGB</strong> ( Verbot einer abweichenden Vereinbarung zum Nachteil des Mieters ) unwirksam. Der <strong>Vermieter</strong> hätte vortragen und beweisen müssen, was er alles gegen die Untätigkeit der <strong>Verwaltung</strong> getan habe, so dass er die verspätete Abrechnung nicht zu vertreten habe.</p>
<h3><strong>Fazit:</strong></h3>
<p>Die <strong>Vermieter</strong> von <strong>Eigentumswohnungen</strong> werden bei einer <strong>untätigen Hausverwaltung</strong> nicht umhin kommen, rechtzeitig vor Ende der Abrechnungsfrist sich erforderlichenfalls bei der Verwaltung <strong>Einblick in die Verwaltungsunterlagen</strong> zu verschaffen, um selber eine Abrechnung für den Mieter zu erstellen.</p>
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		<title>Rauchwarnmelder, wer trägt welche Kosten?</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2016/09/rauchwarnmelder-wer-traegt-welche-kosten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2016 10:09:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchmelder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rauchwarnmelder, wer trägt welche Kosten? Gemäß § 49 Abs. 7 BauO-NRW müssen in Wohnungen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Rauchwarnmelder, wer trägt welche Kosten?</h3>
<p>Gemäß <strong>§ 49 Abs. 7 BauO-NRW</strong> müssen in Wohnungen <strong>Schlafräume</strong> und <strong>Kinderzimmer</strong> sowie <strong>Flure</strong>, über die <strong>Rettungswege</strong> von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen <strong>Rauchwarnmelder</strong> haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bei <strong>Bestandswohnungen</strong> haben die Eigentümer spätestens bis zum <strong>31. Dezember 2016</strong> entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 des <strong>§ 49 Abs. 7 BauO-NRW</strong> eine entsprechende Ausstattung vorzunehmen. Die Betriebsbereitschaft der <strong>Rauchwarnmelder</strong> hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.</p>
<p>Zu den mit dieser gesetzlichen Ausstattungsverpflichtung verbundenen <strong>Kosten</strong>fragen hat das <strong>Landgericht Hagen</strong> am <strong>04.03.2016</strong> ( <strong>1 S 198/15</strong> ) ein Urteil erlassen ( vgl.  IMR 2016, 365 ).</p>
<h4><strong><u>Der Fall:</u></strong></h4>
<p>Die Parteien haben einen <strong>Mietvertrag </strong>geschlossen, nach dem die <strong>Miet- und</strong> <strong>Wartungskosten</strong> für <strong>Rauchwarnmelder</strong> als umlegbare <strong>Betriebskosten</strong> vereinbart sind. Wegen der<strong> Einbauverpflichtung</strong> des Wohnungseigentümers bis zum <strong>31.12.2016</strong> begehrte die <strong>Vermieterin</strong> die Duldung der Nachrüstung der Wohnung mit den vorgeschriebenen <strong>Rauchwarnmeldern</strong>. Die <strong>Mieterin</strong> verweigerte dies, weswegen die <strong>Vermieterin Duldungsklage</strong> und darüber hinaus <strong>Feststellungsklage</strong> dahingehend erhob, dass festgestellt werden solle, dass die <strong>Mieterin</strong> nach der Montage der<strong> Rauchwarnmelder</strong> die anfallenden <strong>Miet- und Wartungskosten</strong> zu tragen habe.</p>
<h4><strong><u>Die Entscheidung:</u></strong></h4>
<p>Die <strong>Duldungsklage</strong> hatte Erfolg. Die <strong>Feststellungsklage</strong> hatte dagegen nur teilweise Erfolg.</p>
<p>Das <strong>Landgericht Hagen</strong> bestätigte die <strong>Mieterverpflichtung</strong> zur Tragung der <strong>Wartungskosten</strong>. Diese seien als regelmäßig anfallende Kosten der Überprüfung der Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit einer technischen Einrichtung Betriebskosten im Sinne von <strong>§ 2 Nr. 17 BetrKV</strong> ( „sonstige Betriebskosten“ ).</p>
<p>Die Kosten der <strong>Anmietung</strong> der <strong>Rauchwarnmelder </strong>seien dagegen keine umlegbaren <strong>Betriebskosten</strong>. Diese würden an Stelle von <strong>Anschaffungskosten</strong> entstehen, die nach allgemeiner Auffassung <strong>keine Betriebskosten</strong> seien.</p>
<p>Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus einer Analogie zu <strong>§ 2 Nr. 2, 4 und 5 BetrKV</strong>, wonach die Kosten der Anmietung zur <strong>Verbrauchserfassung</strong> von Wasser sowie Heiz- und Warmwasserkosten umlegbare <strong>Betriebskosten</strong> seien. Diese Regelungen würden eine Ausnahmeregelung für <strong>Zählermieten</strong> darstellen, was einer analogen Anwendung auf andere technische Einrichtungen entgegenstehe.</p>
<h4><strong><u>Achtung:</u></strong></h4>
<p>Was die <strong>Mietkosten</strong> angeht, hat das <strong>LG Magdeburg </strong>genau gegenteilig entschieden ( vgl. IMR 2012, 99 ). Deshalb hat die Kammer des <strong>LG Hagen</strong> auch die <strong>Revision</strong> gegen sein Urteil zugelassen.</p>
<p>Interessant wäre auch gewesen, wie der Fall entschieden worden wäre, wenn die <strong>Wartungs-</strong> <strong>und Mietkosten</strong> der <strong>Rauchwarnmelder</strong> überhaupt nicht als <strong>sonstige Betriebskosten</strong> im Sinne von <strong>§ 2 Nr. 17 BetrKV</strong> im Mietvertrag vereinbart gewesen wären. Es hätte sich dann die Frage gestellt, ob durch eine gesetzliche Nachrüstungspflicht entstehende Kosten, die nicht als umlegbare <strong>Betriebskosten</strong> im Mietvertrag vereinbart sind, vom Vermieter nachträglich in die umlegbaren <strong>Betriebskosten</strong> aufgenommen werden dürfen. Dies ist umstritten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Der Vermieter und die Direktzahlung der Miete durch das Jobcenter</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2015/12/der-vermieter-und-die-direktzahlung-der-miete-durch-das-jobcenter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 20:24:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mietzahlung Jobcenter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://rechtsanwalt-kerner.de/?p=48</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Beschluss des Landessozialgerichts Bayern vom 05.08.2015, Aktenzeichen L 7 AS 263/15 ( vgl. NJW Spezial, 2015,705 ff ) hat einmal mehr die schwache Position des Vermieters bei Direktzahlungen der Miete durch das Jobcenter verdeutlicht. Der Fall   Der Sachverhalt: Der Vermieter vermietete seine &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2015/12/der-vermieter-und-die-direktzahlung-der-miete-durch-das-jobcenter/">Der Vermieter und die Direktzahlung der Miete durch das Jobcenter</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Ein Beschluss des </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Landessozialgerichts</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> Bayern vom </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">05.08.2015</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">,</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><a href="https://openjur.de/u/851187.html" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><span style="color: #339966;">Aktenzeichen </span></span></span></span><span style="color: #339966;"><strong><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">L 7 AS 263/15</span></span></strong></span></a><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> ( vgl. NJW Spezial, 2015,705 ff ) hat einmal mehr die schwache Position des </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieters</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> bei </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Direktzahlungen der Miete</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> durch das </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Jobcenter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> verdeutlicht.</span></span></span></p>
<h3 align="left">Der Fall</h3>
<p class="western" align="left"><span style="color: #333333;"> </span><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Der Sachverhalt:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> vermietete seine Wohnung an einen Arbeitslosengeld II -Empfänger, für den das </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Jobcenter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> im Rahmen der dortigen Leistungen auch die </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mietkosten</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> übernahm. Der zugehörige </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Leistungsbescheid</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> war natürlich an den Mieter als Leistungsadressaten gerichtet. Im </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mietvertrag</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> trat der Mieter seine die Miete betreffenden Leistungsansprüche als Sicherheit an den Vermieter ab. Auf Wunsch des </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mieters</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> zahlte das </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Jobcenter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> die Miete auch zunächst unmittelbar an den </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">. Als der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> dieser </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Direktzahlung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> später widersprach, wurde die </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Miete </span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">nachfolgend vom Jobcenter an den </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> ausgezahlt, der das Geld jedoch nicht an den </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieter </span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">weiter leitete, so dass es zum Auflauf von </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mietrückständen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> kam. Der Vermieter verklagte nun das Jobcenter auf Übernahme der aufgelaufenen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mietrückstände</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> und hatte damit beim LSG Bayern keinen Erfolg.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Das Problem:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Zwischen dem </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> und dem</span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> Jobcenter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> bestehen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">keine unmittelbaren Rechtsbeziehungen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">, die Grundlage eines eigenen Zahlungsanspruches des Vermieters gegenüber dem Jobcenter sein könnten.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Durch die früheren Direktzahlungen ist </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">kein unmittelbarer Leistungsanspruch</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> des Vermieters entstanden, insbesondere </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">kein Schuldbeitritt</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> des Jobcenters praktisch als weiterer Mietschuldner neben dem Mieter.</span></span></span></p>
<h3 align="left">Abtretung</h3>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Die </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Abtretung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> der eigenen Leistungsansprüche des Mieters im Hinblick auf die Mietkosten an den Vermieter, musste sich auch als </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Scheinsicherheit</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> erweisen, da die Mietvertragsparteien übersehen hatten, dass die Leistungsansprüche des Mieters gegenüber dem Jobcenter wegen ihrer geringen Höhe </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">unpfändbar</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> waren. Hier bestimmt aber </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">§ 400</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">BGB</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">, dass unpfändbare Forderungen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">nicht abgetreten </span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">werden können.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Begründung eigener Vermieterzahlungsanspruch erforderlich:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Dem Vermieter hilft bei solchen Konstellationen lediglich, wenn im Zusammenwirken mit dem potentiellen Mieter und dem Jobcenter ein </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">eigener</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> gegenüber dem Jobcenter </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">einklagbarer Zahlungsanspruch</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> des Vermieters begründet wird. Dies wäre möglich in Form eines </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">eigenen Verwaltungsaktes</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> des Jobcenters, mit dem im wohlverstandenen Interesse des hilfebedürftigen Mieters, entsprechende Zahlungsansprüche begründet werden. Denkbar wäre auch ein entsprechender </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">öffentlich-rechtlicher Vertrag</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"> zwischen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Jobcenter </span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">und </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vermieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Verweigern potentieller Mieter bzw. Sozialhilfeträger entsprechende Mitwirkungsmaßnahmen, sollte sich der Vermieter bewusst sein, dass er ein rechtliches Risiko eingeht.</span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2015/12/der-vermieter-und-die-direktzahlung-der-miete-durch-das-jobcenter/">Der Vermieter und die Direktzahlung der Miete durch das Jobcenter</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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		<title>Gewerblicher Großvermieter und Kosten für vorgerichtliche Anwaltsmahnung</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2015/03/mietrecht-gewerblicher-grossvermieter-und-kosten-fuer-vorgerichtliche-anwaltsmahnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2015 20:48:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnung - Vermieter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gewerblicher Großvermieter und Kosten für vorgerichtliche Anwaltsmahnung Der Sachverhalt: Ein gewerbliches Wohnungsunternehmen mit einem Bestand von über 150.000 Wohnungen und folglich angestelltem Fachpersonal wie Kaufleuten der Wohnungswirtschaft hat Jahrzehnte sein Mahnwesen selbst betrieben. Anfang 2011 wurde &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 align="left">Gewerblicher Großvermieter und Kosten für vorgerichtliche Anwaltsmahnung</h3>
<p class="western" align="left"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Der Sachverhalt:</u></span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Ein </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">gewerbliches Wohnungsunternehmen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">mit einem Bestand von über 150.000 Wohnungen und folglich angestelltem </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Fachpersonal</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">wie Kaufleuten der Wohnungswirtschaft hat Jahrzehnte sein </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mahnwesen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">selbst betrieben. Anfang 2011 wurde ein Tochterunternehmen als </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Inkassounternehmen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">gegründet und für das so ausgelagerte </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mahnwesen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">säumigen Mietern </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Inkassokosten</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">in Rechnung gestellt. Als diese Vorgehensweise insbesondere beim </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Amtsgericht Dortmund</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">( in Dortmund befindet sich ein erheblicher Wohnungsbestand des Unternehmens ) keine Zustimmung fand, wurde das </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Inkassounternehmen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">wieder abgewickelt und nun eine Berliner</span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Anwaltskanzlei</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">mit dem </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Inkasso</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">beauftragt.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Das Urteil:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Das </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Amtsgericht Dortmund</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">hat mit Urteil vom 06.01.2015 ( </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">425 C 6720/14</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">= IMR 2015, 105 ) auch diese veränderte Vorgehensweise nicht akzeptiert. Ein derartig großes Unternehmen mit </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Fachpersonal</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">müsse </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mahnungen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">und zugehörige Folgeschreiben selber abfassen können. Die </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Anwaltseinschaltung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">sei </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">nicht notwendig</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">, zumindest aber verstoße das Unternehmen gegen seine </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Schadensminderungspflicht</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">. Dem Unternehmen stehe daher kein Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten zu.</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;"><u>Fazit:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Die Urteile des </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Amtsgerichts Dortmund</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">sowohl zu den Kosten des vormaligen Tochter</span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">inkassounternehmens</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">als auch nun zu den </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Rechtsanwaltskosten</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">überraschen nicht wirklich.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Grundsätzlich hat ein Mieter die vereinbarte Miete gemäß </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">§ 556 b Abs. 1 BGB</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">spätestens bis zum dritten Werktag eines Monats im Voraus zu bezahlen. Üblicherweise wird dies in </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mietverträgen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">auch noch einmal ausdrücklich so vereinbart. Wird die Miete bis zu diesem Zeitpunkt nicht gezahlt, befindet sich der Mieter im </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Zahlungsverzug</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">, ohne dass es einer weiteren </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mahnung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">des Vermieters bedürfte.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Aufgrund des </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Verzuges</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">ist der Mieter gemäß der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">§§ 288 Abs. 4, 249 BGB</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">verpflichtet, dem Vermieter einen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Verzugsschaden</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">zu ersetzen, zu dem auch </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Kosten der Rechtsverfolgung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">und damit</span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Anwaltskosten</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">bzw. Kosten eines </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Inkassounternehmens</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">gehören können.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Verzug</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">bedeutet aber nicht, dass der Gläubiger jeden „aberwitzigen“ Schaden verursachen darf und der Schuldner ohne jedes wenn und aber zahlen müsste. Bei den </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Kosten der Rechtsverfolgung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">ist nach der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">BGH</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">-Rechtsprechung daher Voraussetzung, dass die anwaltliche Tätigkeit zur Wahrung und Durchsetzung der Rechte des Gläubigers </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">erforderlich</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">und </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">zweckmäßig</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">war ( BGH-Beschluss vom 31.01.2012- </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">VIII ZR 277/11</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">= IMR 2011,7 ).</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Vorliegend ist in der Tat nicht einsehbar, warum ein gewerbliches Wohnungsgroßunternehmen mit </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Fachpersonal</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">, welches über Jahre sein </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">Mahnwesen</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">selbst betrieben hat und damit wirklich nicht als </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">geschäftlich ungewandt</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif;"><span style="font-size: large;">angesehen werden kann, dies plötzlich nicht mehr können soll und kostenträchtige Hilfe Dritter in Anspruch nehmen soll.</span></span></span></p>
<p class="western">
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2015/03/mietrecht-gewerblicher-grossvermieter-und-kosten-fuer-vorgerichtliche-anwaltsmahnung/">Gewerblicher Großvermieter und Kosten für vorgerichtliche Anwaltsmahnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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		<title>Wohnraum- oder Geschäftsraummiete?</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2014/09/wohnraum-oder-geschaeftsraummiete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2014 21:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mietrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsraum]]></category>
		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
		<category><![CDATA[Miete]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnraum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wohnraum- oder Geschäftsraummiete? Das Problem: Häufig werden gemietete Wohnungen bzw. Häuser sowohl zum Wohnen als auch gleichzeitig zur Ausübung einer gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit genutzt. Hier stellt sich die Frage, ob &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 align="left">Wohnraum- oder Geschäftsraummiete?</h2>
<h4>Das Problem:</h4>
<p>Häufig werden gemietete Wohnungen bzw. Häuser sowohl zum Wohnen als auch gleichzeitig zur Ausübung einer gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit genutzt. Hier stellt sich die Frage, ob ein solches einheitliches Mietverhältnis nun als &#8222;Wohnraummietverhältnis&#8220; oder als &#8222;Mietverhältnis über andere Räume&#8220; einzuordnen ist.</p>
<h3 class="western" align="left"><span style="color: #333333;"> </span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u>Die Rechtsprechung des BGH:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> </span></span></span></h3>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Nach der Rechtsprechung ( aktuell: <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=88dfc175a2555edee7401ca768dc8569&amp;client=%5B%22%5B%2712%27%2C+%2712%27%5D%22%2C+%22%5B%2712%27%2C+%2712%27%5D%22%5D&amp;nr=69119&amp;pos=0&amp;anz=1" target="_blank" rel="noopener">Urteil des BGH</a></span></span></span> <span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">vom 09.07.2014 </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">VIII ZR 376/13</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> = IMR 2014, 365; im Fall ging es um ein Haus, das zum Wohnen und teilweise als Hypnosepraxis genutzt wurde ) handelt es sich um ein </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">gemischtes Mietverhältnis</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">, bei dem zwingend eine Einordnung als </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wohnraum- oder gewerbliches Mietverhältnis</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> vorzunehmen ist. Die rechtliche Einordnung erfolgt dabei nach den Umständen des Einzelfalles, wobei geschaut wird, welche </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Nutzungsart</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> nach den Vereinbarungen </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">überwiegt</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">. </span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Allein der Umstand, dass neben dem Wohnzweck auch die Ausübung einer gewerblichen/freiberuflichen Tätigkeit erlaubt ist, durch die der Mieter seinen Lebensunterhalt bestreitet, trägt noch keinen Rückschluss, dass hier der Vertragsschwerpunkt im Bereich der Geschäftsraummiete liegen würde. Lässt sich im Rahmen der Einzelfallprüfung </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">kein Überwiegen der gewerblichen Nutzung</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> feststellen, ist wegen der Schutzbedürftigkeit des Mieters vom </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Vorliegen einer Wohnraummiete</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> auszugehen. Im nun entschiedenen Fall ging der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">BGH</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> auf Basis der vorstehend genannten Kriterien vom Vorliegen eines Wohnraummietverhältnisses aus.</span></span></span></p>
<h3 class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"><u>Fazit zum Mietverhältnis:</u></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> </span></span></span></h3>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Was sich ein wenig nach theoretischen Diskussionen von Juristen anhört, hat im Mietverhältnis ganz handfeste Folgen. Eine Wohnung ist der Lebensmittelpunkt eines Menschen, weshalb im </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Wohnraummietverhältnis</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> eine </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Einschränkung der Kündigungsmöglichkeit</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> des Vermieters besteht, der ein berechtigtes Interesse für eine Kündigung braucht ( <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__569.html" target="_blank" rel="noopener">§§ 573, 543, 569 BGB</a> ).</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Nur im</span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> Wohnraummietverhältnis</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> gibt es die Mieterhöhung bis zur </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">ortsüblichen Vergleichsmiete</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> im Sinne der </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">§§ 558 ff BGB</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">. Bei Streitigkeiten im Wohnraummietverhältnis ist gemäß § 23 Nr. 2a GVG unabhängig vom Streitwert nur das Amtsgericht zuständig. Und nicht etwa, wie bei der Geschäftsraummiete, u.U. das Landgericht.</span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Die richtige rechtliche Einordnung eines Mietverhältnisses hat mithin für die Fragen der im Mietverhältnis anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften und auch im gerichtlichen Bereich ganz erhebliche Folgen und bedarf bei allen Schwierigkeiten der Einordnung daher einer sauberen Vorgehensweise. </span></span></span></p>
<p class="western" align="left"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Mieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> und </span></span></span><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;">Vermieter</span></span></span></strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif;"><span style="font-size: medium;"> sollten diese Fragestellung daher nicht unterschätzen.</span></span></span></p>
<p class="western">
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