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	<title>Verein Archive &#8211; Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</title>
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		<title>Das Verfahren über den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes</title>
		<link>https://rechtsanwalt-kerner.de/2018/12/das-verfahren-ueber-den-ausschluss-eines-vereinsmitgliedes-ein-ewiger-quell-fuer-fehler-und-streitigkeiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joachim Kerner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Dec 2018 09:37:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vereinsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschluss - Vereinsmitglied]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Verfahren über den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes , ein ewiger Quell für Fehler und Streitigkeiten Wie in allen Bereichen der Gesellschaft, stoßen auch im Vereinsleben unterschiedlichste Meinungen von Menschen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2018/12/das-verfahren-ueber-den-ausschluss-eines-vereinsmitgliedes-ein-ewiger-quell-fuer-fehler-und-streitigkeiten/">Das Verfahren über den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Verfahren über den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes ,<br />
ein ewiger Quell für Fehler und Streitigkeiten</h2>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Wie in allen Bereichen der Gesellschaft, stoßen auch im <strong>Vereinsleben</strong> unterschiedlichste Meinungen von Menschen aufeinander. Es kommt gelegentlich zu Eskalationen und dann auch </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">zur</span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> Frage da­nach, ob ein gewisses <strong>Mitglied</strong> für den <strong>Verein</strong> noch tragbar ist oder ob es ausgeschlossen werden kann. Wird hier im Sturm der Emotionen nicht sauber gearbeitet, drohen <strong>Verein</strong> und <strong>Mitgliedern</strong> un­erfreuliche und durchaus kostenträchtige Gerichtsverfahren.</span></span></p>
<h3>Vereinsausschluß</h3>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Der gesetzlich nicht definierte Begriff des <strong>Vereinsausschlusses</strong> erfasst zwei unterschiedliche Instru­mente, nämlich einerseits die <strong>Kündigung des Mitgliedschaftsvertrages</strong> als Dauerschuldverhältnis ( aus wichtigem Grund im Sinne von<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__314.html" target="_blank" rel="noopener"> <strong>§ 314 BGB</strong></a> ) durch eine Gestaltungserklärung des Vereins und andererseits den Ausspruch einer <strong>Vereinsstrafe</strong> als Ergebnis eines <strong>Vereinsstrafverfahrens</strong> ( vgl. Stöber/Otto, </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Handbuch Vereinsrecht</span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">, </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">11. Aufl., </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> Rdnr. 285 ).</span></span></p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>1.)</b></span> <span style="font-family: Times New Roman, serif;">Ist der Ausschluss als </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>Vereinsstrafe</b></span></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: 14pt;"> gewollt, müssen <strong>Zulässigkeit</strong> und <strong>Voraussetzungen</strong> des Ausschlusses durch die <strong>Vereinssatzung</strong> eindeutig, also klar und zweifelsfrei geregelt sein. Das betroffene Mitglied muss, wie bei jeder anderen <strong>Vertragsstrafe</strong>, damit rechnen können, dass ein bestimmtes <strong>klar definiertes Verhalten</strong> mit dem <strong>Ausschluss</strong> sanktioniert werden wird ( vgl. Stöber/Otto, a.a.O., Rdnr. 1006 ). Dabei kann die Satzung dann durchaus Ausschlussgründe definieren, die nicht die Qualität eines <strong>wichtigen Grundes</strong> im Sinne von <strong>§ 314 BGB</strong> haben müssen, soweit kein freies Ausschließungsrecht begründet wird, was wiederum einen Verstoß gegen das ver­einsrechtliche Gebot der <strong>Mitgliedergleichbehandlung</strong> darstellen würde ( vgl. Stöber/Otto, a.a.O., Rdnr. 299 ).</span> </span></span></p>
<h3><strong>Zuständigkeits- und Verfahrensregelungen</strong></h3>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Beschränkt sich eine <strong>Vereinss</strong></span><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;">atzung </span></strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;">im Hinblick auf </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">die Frage des <strong>Vereinsausschlusses</strong> nur </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">auf </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><strong> Zuständigkeits- und Verfahrensregelungen</strong>, </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">enthält </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">aber keinerlei Definition</span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">en</span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> über Ausschließungs­gründe als Voraussetzung für einen Ausschluss, </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">sieht eine solche Satzung den Vereinsausschluss </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">als <strong>Vereinsstrafe</strong> nicht vor. Zulässig ist </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;">in einem solchen Fall dann</span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> nur der Ausschluss als <strong>Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses</strong> aus <strong>wichtigem Grund</strong> im Sinne von<strong> § 314 BGB</strong>, was wesentlich hö­here inhaltliche Hürden begründet, als beim Ausschluss als Vereinsstrafe.</span></span></p>
<h3>Kündigung</h3>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>2.)</b></span> <span style="font-family: Times New Roman, serif;">Eine Kündigung des </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>Mitgliedschaftvertrages aus wichtigem Grund</b></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> setzt gemäß </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>§ 314 BGB</b></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> voraus, dass dem Verein unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalles und unter <strong>Abwä­gung der beiderseitigen Interessen</strong> eine Fortsetzung des Mitgliedschaftsverhältnisses nicht mehr zu­zumuten ist. Besteht der wichtige Grund in der <strong>Verletzung einer</strong> <strong>Vertragspflicht</strong>, muss vor der Kün­digung gemäß § 314 II BGB zunächst eine erfolglose <strong>Abmahnung</strong> erfolgen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif; font-size: 14pt;">Mithin ist es für einen <strong>Vereinsvorstand</strong> bei der Frage eines möglichen <strong>Vereinsausschlussverfahrens</strong> erste Kardinalspflicht, zu prüfen, welche Form des Ausschlusses nach der aktuellen<strong> Satzung</strong> über­haupt zulässig ist, weil eben erhebliche Unterschiede im Hinblick auf den möglichen Ausschluss­grund und auch im Hinblick auf das mögliche Erfordernis des Ausspruches einer Abmahnung beste­hen.</span></p>
<h3>Satzung</h3>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>3.)</b></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> Ein weiteres wichtiges Augenmerk sollte von Seiten des Vereins unbedingt auf die Einhaltung der in der <strong>Vereinssatzung</strong> vorgesehenen </span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>Verfahrensvorschriften</b></span><span style="font-family: Times New Roman, serif;"> gelegt werden. Welches <strong>Vereinsorgan</strong> ist nach der Satzung für die Entscheidung zuständig? Ist der <strong>Ausschlussgrund</strong> tatsäch­lich von den Regelungen der Satzung abgedeckt? Wie sind die konkreten <strong>Verfahrensvorschriften</strong> ( Wer kann ggfs. einen Ausschlussantrag stellen? Gibt es Vorschriften über Zustellungsanforderun­gen? Wie ist dem Mitglied rechtliches Gehör zu gewähren? )? </span></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif; font-size: 14pt;">In diesem Bereich werden in der Pra­xis des Vereinslebens die meisten Fehler gemacht, was in nachfolgenden <strong>Gerichtsverfahren</strong> sehr häufig die Aus-schlussentscheidung bereits aus <strong>formalen Gründen</strong> zu Fall bringt, so dass es zu einer Diskussion in der Sache überhaupt nicht mehr kommt und dies, obwohl die gerichtliche Überprü­fung von Vereinsbeschlüssen im „Disziplinarbereich“ durchaus nur eingeschränkt ist. So erfolgt eine nur <strong>beschränkte Kontrolle</strong> dahingehend, ob die Maßnahme durch das <strong>Gesetz</strong> oder die <strong>Vereins­satzung</strong> gestützt wird, die Vorschriften bezüglich des satzungsmäßigen <strong>Verfahrens</strong> eingehalten wor­den sind und keine <strong>willkürliche oder unbillige</strong> <strong>Maßnahme</strong> vorliegt ( vgl. Urteil des LG Bremen vom 31.01.2013, AZ: 7 O 24/12 ).</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><b>Fazit: </b></span><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;">Vereinsausschlussverfahren sind meistens hoch emotional besetzt, obwohl gerade diese Ver­fahren </span></strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><strong>auch vor dem Hintergrund des grundgesetzlichen Schutzes des Mitgliedschaftsrechtes des einzelnen Mitgliedes sehr formal und damit auch emotionslos geführt werden sollten.</strong> </span></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de/2018/12/das-verfahren-ueber-den-ausschluss-eines-vereinsmitgliedes-ein-ewiger-quell-fuer-fehler-und-streitigkeiten/">Das Verfahren über den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes</a> erschien zuerst auf <a href="https://rechtsanwalt-kerner.de">Kanzlei Joachim Kerner Dortmund</a>.</p>
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